- Aug 6
Keep cleaning the mirror - Warum du deinen Spiegel immer wieder reinigen musst
- Sarah F'lowMe Yoga
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Kürzlich bin ich aus einem unglaublich tollen und intensiven Yoga Retreat in Irland zurückgekommen und ich bin immer noch ziemlich „mind-blown“ vom Effekt und der Power dieser Tage und der Community.
Die eine Lehrerin kannte ich, wir haben uns 2020 in Indien kennengelernt, wo wir das selbe 300h Bhakti Training absolviert haben. Ich wusste, dass sie toll ist. Ich liebe ihre Energie. Die andere Lehrerin unterrichtet auf Bali, in dem Studio, in dem ich 2 Wochen zuvor praktiziert habe.
Als ich das Retreat ausgeschrieben sah, wusste ich - da muss ich hin! Denn ich spürte, ich brauch Zeit für mich, Zeit für Yoga aber auch ein neuer Input... denn Wochen in Bali haben schon so viel gelöst und geshiftet, da wollte ich weitermachen und noch tiefer gehen.
Etwas out of comfort zone wars, da es nicht nur ein Yoga Retreat war, sondern ein Yoga, Somatic & Breathwork Retreat.
Und mit Breathwork (eine ganz spezifische, intensive Atemtechnik) hab ich vor rund 10 Jahren, leider, sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Heute hab ich aber viel mehr Erfahrung, kenne mich selbst besser und hatte so ein Gefühl, dass vielleicht einmal mehr der Spruch zusagt:
The cave you fear to enter, holds the treasure you seek.
Ich bin am Freitag Morgen angereist, mit dem frühsten Flug und hatte noch etwas Zeit in Dublin, bevor ich 3 andere Teilnehmerinnen traf, und wir zusammen aufs Land fuhren. Ein wunderschönes altes Landhaus, fast wie ein kleines Schloss mit grossem Garten empfing uns. Mittem im nirgendwo, unser zu Hause für die nächsten 3 Tage.
Ich finds unglaublich toll, in so eine Yoga Bubble abzutauchen, mit einer Gruppe, die im Endeffekt das gleiche Ziel verfolgt, wo der Alltag dann ganz schnell, super weit weg ist und man einfach nur präsent ist.
Ich teilte mein Zimmer mit einer Amerikanerin, die aber witzigerweise seit kurzem auch in Zürich wohnt.
Das Retreat begann..
Eine Sache, die die Teacherin mehrmals wiederholt hat, ist mir besonders geblieben:
"Empty your cup & keep cleaning the mirror.“
Wir müssen uns leeren und unseren inneren Spiegel immer wieder reinigen und sauber halten.
Ich liebe diese Metapher, weil sie wiederspiegelt was im Alltag passiert.
👉🏽 Wir machen so oft einfach weiter. Wir unterdrücken so viel... Gedanken und Gefühle, vielleicht weil gerade keine Zeit dafür ist oder sie unbequem sind. Vielleicht aber auch weil wir nicht wissen, was wir damit anfangen sollen, oder haben es so verinnerlicht: kein Drama zu machen, zu funktionieren, den Kopf hoch zu halten - das wir nicht wissen wie es anders geht.
Das füllt unsere Tasse mehr und mehr und vernebelt unseren inneren Spiegel.
Und irgendwann ist der so neblig, dass wir nicht mehr klar sehen. Wie es in einem meiner allersten Yogabücher stand: Es ist als schauen wir durch eine Milchglasscheibe.
Und genau diese, reinigen wir mit Yoga wieder. Wir leeren die Tasse.
Denn irgendwann müssen all die Sachen, die wir unterdrücken raus!
Und genau das habe ich in diesem Retreat erlebt. 3 Tage um es rauszulassen, den Spiegel zu reinigen.
Und dann war Montag Morgen, ich fuhr mit meinem Sohn im Auto durch die Stadt und plötzlich merkte ich es... dieses unglaublich schöne Gefühl, wenn plötzlich ganz viel Druck weg ist und einfach eine Gelassenheit das ist, von ganz tief innen.
In etwas wissenschaftlicheren Worten könnte man sagen: das wunderbare Gefühl eines regulierten Nervensystems. ⚖️
Der Alltag kehrt zurück, der Spiegel wird wieder "dreckig". Aber zum Glück gibts ja die Yoga Praxis auch zu Hause, mit der ich jeden Tag daran arbeite, ihn wieder zu reinigen.
Sei es mit meinen lieblings-Flow's, einer Atempraxis oder Meditation. Auf der Matte oder mitten im Alltag.
Wenn du bis hierhin gelesen hast, ist das vielleicht dein Zeichen, dich zu fragen, was könnte dein nächster Schritt sein, um deinen "Wunsch-Shift" zu erreichen?